Starke türkische Rosinenexporte halten die Preise stabil, aber begrenzt

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Die robuste Exportleistung Manisas und die stabile Bestandslage halten die internationalen Rosinenpreise insgesamt stabil, mit nur moderaten Anpassungen innerhalb der Herkunftsländer. Käufer sehen derzeit kein Risiko eines sofortigen Mangels, sollten aber das Exporttempo und den Devisenkurs für eine spätere Marktfestigkeit im Auge behalten.

Der Rosinenhandel ist momentan durch gesunde türkische Strömungen, komfortable Bestände und im Wesentlichen stabile EUR-Preise aus großen Herkunftsländern gekennzeichnet. In Manisa wurden zwischen dem 1. September 2025 und dem 25. April 2026 bereits 93.000 Tonnen Rosinen exportiert, was USD 321 Millionen Umsatz generierte, während der registrierte Bestand Ende April bei etwa 9.300 Tonnen liegt. Wöchentliche Exporte von 2.030 Tonnen am 2. Mai liegen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres, was auf eine solide Nachfrage ohne klare Überhitzung hinweist. Das Wetter in Manisa ist saisonal mild und trocken, was die Weinberge unterstützt, ohne unmittelbare Stresssignale zu zeigen. Insgesamt wirkt der Markt kurzfristig ausgeglichen mit einer milden Aufwärtsneigung, wenn das Exportmomentum stabil bleibt und Käufer ihre Absicherung hinauszögern.

📈 Preise

Spot- und kurzfristige Angebote in Europa und den Herkunftsmärkten bleiben in etwa unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Wenn man die neuesten USD-bezogenen Werte mit einem indikativen Kurs von 1,08 EUR/USD in EUR umrechnet, wird der Großteil der Bulk-Sultanas in einem Bereich von etwa 2,00–2,70 EUR/kg FOB/FCA gehandelt, abhängig von Herkunft, Qualität und Logistik.

Herkunft / Typ Ort & Bedingungen Letzter Preis (EUR/kg) Trend 1–2 Wochen
CN Sultanas, Nr. 9, RTU STD Hamburg, FCA ≈ 2.17 Leicht niedriger im Vergleich zu Ende April
TR Sultanas, Typ 9, Klasse A Malatya, FOB ≈ 2.45 Stabil nach der Anpassung im April
TR Sultanas, Typ 10, Klasse A Malatya, FOB ≈ 2.34 Stabil
TR Sultanas, Typ 9, biologisch Malatya, FOB ≈ 3.10 Über mehrere Wochen unverändert
TR Nr. 9, RTU Dordrecht (NL), FCA ≈ 2.84 Seitwärts
IN Rosinen, goldene, Klasse AA New Delhi, FOB ≈ 2.26 Marginal weicher
IN Rosinen, braun/schwarz, AA New Delhi, FOB ≈ 1.74–1.82 Leicht nachlassend
TR Nr. 9, RTU Dordrecht (NL), FCA ≈ 2.84 Seitwärts

Die bemerkenswerte Bewegung ist die Korrektur bei türkischen Sultanas, die in Deutschland (FCA Neuenhagen und Hamburg) gelagert sind, wo die Preise von etwa 3,85 EUR/kg auf ungefähr 2,89 EUR/kg gefallen sind, was sie näher an die FOB-Levels plus Logistik anpasst. Indische und chinesische Angebote zeigen eine leichte Abnahme und üben Druck auf türkische Anbieter in preissensiblen Märkten aus.

🌍 Angebot & Nachfrage

Manisa bleibt der Haupttreiber der globalen Handelsströme. Zwischen dem 1. September 2025 und dem 25. April 2026 wurden 93.000 Tonnen Rosinen exportiert, was USD 321 Millionen einbrachte. Für die ersten acht Monate der Saison 2025/26 bestätigt dies ein starkes, aber nicht übermäßiges Exporttempo, das weitgehend im Einklang mit dem Ruf der Türkei als führender Anbieter steht.

Der registrierte Bestand an der türkischen Börse Ende April beträgt etwa 9.300 Tonnen, was ein beherrschbares Niveau ist, das keinen Mangel signalisiert, aber auch nur einen begrenzten Puffer lässt, sollte sich das Exporttempo beschleunigen. Wöchentliche Exporte von 2.030 Tonnen am 2. Mai liegen nur 100 Tonnen unter dem Niveau der gleichen Woche im Vorjahr, was darauf hinweist, dass die zugrunde liegende internationale Nachfrage besonders aus Europa und dem Nahen Osten stabil bleibt.

Weltweit bieten andere große Produzenten wie Indien, China und Chile weiterhin alternative Lieferungen an, wobei aktuelle Branchendaten immer noch eine komfortable weltweite Verfügbarkeit für 2025/26 nahelegen. Allerdings bedeutet die Konzentration von hochwertigen Sultana-Rosinen in der Türkei und einigen anderen Herkunftsländern, dass jede Störung in Manisa oder währungsbedingte Preisverschiebungen schnell die Benchmarkwerte beeinflussen können.

📊 Grundlagen & Wetter

Die Grundlagen weisen derzeit auf einen weitgehend ausgeglichenen Markt hin. Die Exportmengen aus Manisa sind robust, aber im Vergleich zu früheren Saisons nicht außer Kontrolle geraten, während Bestände von rund 9.300 Tonnen einen bescheidenen Puffer bis zum späten Frühling bieten. Die nahezu unveränderten wöchentlichen Exporte im Vergleich zum Vorjahr deuten darauf hin, dass die Nachfrage stabil und nicht spekulativ ist.

Das Wetter in Manisa in den kommenden Tagen ist saisonal mild und größtenteils trocken, mit Tageshöchstwerten im niedrigen 20 °C-Bereich und wenig Niederschlagserwartungen, Bedingungen, die in dieser Phase des Wachstumszyklus allgemein günstigen Einfluss auf die Weinberge haben. Es liegen derzeit keine Berichte über wetterbedingte Stressfaktoren in den Rosinenweinbergen der Region vor, jedoch rechtfertigt das breitere Muster von etwas unregelmäßigen Niederschlägen in der Türkei in diesem Jahr eine weiterhin enge Überwachung.

Devisen und Frachtkosten bleiben entscheidende externe Treiber. Ein relativ stabiler USD und immer noch hohe Logistikkosten in bestimmte Destinationen können den Rückgang in EUR-denominierten Angeboten begrenzen, selbst wenn die Verfügbarkeit der Rohstoffe ausreichend ist. Im Gegenzug könnten erneute Abschwächungen bei der Frachtrate oder ein stärkerer EUR später im Quartal zu einer leichten Erleichterung für CIF/CFR-Käufer führen.

📆 Kurzfristiger Ausblick

In den kommenden Wochen ist das wahrscheinlichste Szenario ein seitwärts tendierendes bis leicht festeres Preisbild für türkische Sultanas, insbesondere für höhere Qualitäten und nahe Positionen. Die Kombination aus solidem Exporttempo, begrenzten Beständen an der Börse und saisonal steigender Nachfrage von Lebensmittelverarbeitern sollte einen signifikanten Preisrückgang verhindern.

Wettbewerbende Herkunftsländer (Indien, China) werden voraussichtlich weiterhin einen sanften Boden bieten, insbesondere für dunklere oder niedrigere Qualitäten, aber sie werden wahrscheinlich keine breit angelegte Preiskorrektur auslösen, es sei denn, das türkische Exportmomentum verlangsamt sich erheblich. Wetterrisiken sind derzeit bescheiden, allerdings könnte eine frühe Hitzewelle oder ein starkes Niederschlagsereignis in Westtürkei schnell die Erwartungen für die spätere Saison neu bewerten.

📌 Trading-Empfehlungen

  • Europäische Käufer / Lebensmittelindustrie: Die kurzfristigen Bedürfnisse (1–3 Monate) auf den aktuellen türkischen und wettbewerbsfähigen Angeboten abdecken; erwägen Sie, Volumina zwischen der Türkei und Indien/China aufzuteilen, um das Herkunftsrisiko abzusichern.
  • Importeure, die türkische Bestände in der EU halten: Nach der jüngsten Abwärtsanpassung der FCA-Preise vorsichtig mit zusätzlichen Rabatten sein; auf Umsatz und Qualitätsunterscheidung konzentrieren und nicht auf volumengetriebene Preissenkungen.
  • Produzenten und Exporteure in der Türkei: Disziplinierte Angebotspreise beibehalten; starke Exportleistungen und moderate Bestände rechtfertigen es, die Preise zu halten, aber seien Sie bereit, sich anzupassen, falls sich die Devisen oder Frachtkosten unerwartet ändern.

📉 3-Tage Preisrichtung (Indikativ)

  • Türkei (Malatya/Manisa FOB, Sultanas Typ 8–10): Stabil bis leicht fester in EUR, da das Exporttempo solide bleibt.
  • Nordwesteuropa (DE/NL FCA, türkische & CN Sultanas): Überwiegend stabil nach den jüngsten Korrekturen; geringfügige Rabatte bei älteren Partien möglich.
  • Indien (New Delhi FOB, goldene/braune/schwarze): Leicht weiche Tendenz aufgrund der wettbewerbsorientierten Positionierung, aber größere Bewegungen innerhalb von drei Tagen unwahrscheinlich.